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Diabetes

Was ist Diabetes?

Diabetes wird meist als Abkürzung des Krankheitsbildes Diabetes mellitus verwendet. Die Begriffe „Diabetes“ und „mellitus“ kommen aus dem Griechischen und bedeuten in der Übersetzung „honigsüßer Durchfluss“. Zurückzuführen ist diese Bezeichnung auf die Zuckerausscheidung im Urin. Bereits im Papyros Ebers, einem ägyptischen Text, der auf 1.500 v. Chr. datiert wird, gibt es Hinweise auf eine entsprechende Symptomatik.
Diabetes mellitus, im Deutschen meist als „Zuckerkrankheit“ übersetzt, ist als chronisches Krankheitsbild, das durch Insulinmangel oder mangelnde Insulinwirkung mit zu hohen Blutzuckerwerten gekennzeichnet ist.
Kurzer geschichtlicher Rückblick zum Diabetes mellitus:
Vor der Entdeckung des Insulins im Jahre 1921 durch Frederick Banting war ein Diabetes-mellitus, insbesondere vom Typ 1 mit keiner, oder nur sehr geringer Insulineigenproduktion, eine immer tödlich verlaufende Krankheit. Häufigste Todesursache war das diabetische Koma.
  • Bereits ca. 1550 v.Chr wurde im Papyrus Ebers auf Zeichen der Blutzuckerkrankheit hingewiesen und es wurden Rezepte für Diätmaßnahmen, die einem "Überfluss an Harn" entgegenwirken, veröffentlicht.
  • Auch in altindischen Texten, die auf ca. 300 v.Chr. bis 600 n.Chr. zurückgehen, gibt es Hinweise auf das Vorhandensein von diabetische Erkrankungen. Der griechische Arzt Aretaios von Kappadokien (ca.80 – 130 n.Chr.) nannte als erster diese Erkrankung Diabetes.
  • Paracelsus (1493 – 1541 n. Chr.) war der Ansicht das die Zusammensetzung des Blutes bei Diabetikern verändert war.
  • Durch Abschmecken des Urins berichtete der englische Arzt Thomas Willis (1621 - 1675 / Bild oben) hat als erster über den honigartigen Geschmack des Urins von Diabetikern.
  • Der englische Arzt Rollo wies indirekt den Zucker im Blut nach.
  • Der deutsche Arzt Paul Langerhans untersuchte Mitte des 19. Jahrhunderts Teile der Bauchspeicheldrüse. Im Rahmen seiner Dissertation wurden die Ergebnisse am 18. Februar 1869 vorgelegt. Langerhans entdeckte Zellgruppen, die in der Bauchspeicheldrüse inselförmig auftraten. Er nannte diese Zellgruppen Langerhansche-Inseln. Über die Funktion dieser Inseln hat er keine Aussage gemacht.
  • 1889 entfernten Josef Mering und Oscar Minkowski einem Hund die Bauchspeicheldrüse. Bei dem Hund war daraufhin Zucker im Urin nachzuweisen. Diese Experiment war zwar noch nicht der Durchbruch auf dem Weg zur Erkennung und Behandlung des Diabetes, lenkte aber die wissenschaftliche Welt auf den richtigen Weg.
  • Im Jahre 1921 gelang es Frederick Grant Banting und Charles Herbert Best aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden Insulin zu isolieren. Das gewonnene Insulin senkte bei diabetischen Hunden deren Blutzuckerwerte. Einige Zeit später wurde dieses Experiment auf den Menschen übertragen und die Wissenschaft glaubte zunächst den Kampf gegen die Krankheit Diabetes gewonnen zu haben.
  • Nach zehnjähriger Forschungsarbeit konnte Frederick Sanger im Jahre 1955 den chemischen Aufbau des Insulins klären. Aufgrund dieser Forschungsarbeiten wurde es möglich Insulin synthetisch herzustellen.

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